"Das Jazz_lokal erweist sich hier durchaus als eine über den Rahmen lokaler Größen hinaus gewachsene Herrenriege. Das nicht nur im Bergischen."
"Das bescheidene „lokal“ im Namen „Jazz_lokal“ kann man getrost vergessen, legt das Quartett doch ein virtuoses Werk von beeindruckend internationalem Standard vor. Das ist Metropolen-Jazz, Mainstream aber nicht Pop, fordernd aber nicht überfordernd."
"…Daneben besticht die Platte durch ihren glasklaren Sound. Das Wuppertaler Quartett zieht zielsicher alle Register des Jazz… "
"´Very personal´ ging es zu, die Band begeisterte vollends im ausverkauften Rotationstheater Remscheid-Lennep."
"Mit ´Regentag´, ´Silent running´ oder ´Lost´ spielten die vier Musiker nicht einfach nur ihre Lieder, sie kreierten wahre Klanggemälde."
"Das Schönste: die Songs swingen...eine spannende Geschichte...beinah kammermusikalisch."
"Hier haben sich vier Musiker gefunden, die wunderbar interagieren und einen sehr delikaten Band-Sound gefunden haben. Reminiszenzen an die großen Meister wie Miles Davis, Chet Baker, Pat Martino, die Jimmys Mc Griff und Smith inklusive."
Die Eigenkompositionen sind frisch gezapft und haben eine prächtige Krone… jonglieren ihre Instrumente gekonnt durch die musikalische Stube…
"Jazz der feinen Lebensart...innovativ und spannend...wahrlich virtuos!"
„Jazz_lokal“ mit „Savoir vivre“ - ein neuer Sound mit bewährten Mitteln Sounds kommen und gehen. Jazzfreunde wissen um die Schwierigkeit, auf dem Markt der Töne etwas wirklich Neues zu entdecken. Umso aufmerksamer hört man hin, wenn sich dann Klänge ins Ohr schleichen, die genau das in sich vereinen, worauf man schon so lange gewartet hat: Klassischer Background, bewährte Stilmittel in frischen Kompositionen mit neuen Elementen aufgepeppt und piekfeines Handwerk.
Mit Wuppertal, dem Lebens- und Arbeitsmittelpunkt von Bert Fastenrath (git), Martin Zobel (tp, flh), Andy Gillmann (dr) und Carsten Stüwe (org) verbindet sich seit weit mehr als einem halben Jahrhundert allerbeste Jazz-Tradition und -Innovation. Denken wir nur an die großen Namen Ernst Höllerhagen, Wolfgang Sauer, Peter Kowald, Peter Brötzmann und viele andere mehr, die von der „Fabrikstadt an der Wupper“ (Paul Zech) aus die deutschen und internationalen Jazz-Annalen mitgeschrieben haben. Die Bescheidenheit des Quartetts setzt sich im selbst gegebenen Namen fort, denn „Jazz_lokal“ scheint nicht die Grenzen sprengen zu wollen. Sie tun es aber vom ersten Akkord ihres grandiosen Albums an mit Verve und Wärme, mit Ideenreichtum und tief unter die Haut gehendem Gefühl. Das hat internationales Format. „Savoir vivre“ – die Kunst der feinen Lebensart.
Da ist Martin Zobel, nach meiner Meinung einer der besten deutschen Flügelhorn-Virtuosen, der im Opener „Lost“ (Gillmann) vor dem sanften Background von Bert Fastenraths Gitarre, Andy Gillmanns dezentem Einsatz des Schlagzeugs und Carsten Stüwes genial klingender Orgel eine gelungene musikalische Gratwanderung zwischen der Lyrik Chet Bakers und der Dramatik von Miles Davis´ „Sketches of Spain“ unternimmt. Solo werden sie alle nach und nach hinreißend gefeatured. Carsten Stüwe lässt die in den 60er Jahren durch Jimmy McGriff und Jimmy Smith im Jazz sehr populär gewordene Orgel wieder ihre angestammte Rolle übernehmen – eine kostbare Zeitreise. Andy Gillmann brilliert am Drumset. Seine rhythmische Möglichkeiten, sein dynamischer Beat und das weiche Spiel mit den Besen scheinen unerschöpflich zu sein. Bert Fastenrath zaubert butterweich auf seiner Signature Gibson Pat Martino, die er hinreißend plaudern und swingen lässt.
Es sei, sagt Label-Chef Thilo Berg, „Musik, die man zu jeder Gelegenheit hören könne, die eine breite Hörerschicht mit Niveau und Anspruch ansprechen wird und dabei kein ‚Fahrstuhl-Jazz‛ ist.“ Das trifft den Punkt. Alle dreizehn Titel sind von hoher Ästhetik in Spiel und Arrangement und lösen den selbst gestellten Qualitäts-Anspruch glänzend ein. „glad to see you“ hat Andy Gillmann einen genannt. „Glad to hear you“ kann man mit einer dankbaren Verneigung zurückgeben. Savoir vivre? É voilá!
